IAB Academy vergibt Label an SIB-Studiengang

Die IAB Academy bietet neben ihrem Ausbildungsangebot im Digital Marketing als Fachverband anderen Weiterbildungsanbieter die Möglichkeit, ihre Kurse zertifizieren zu lassen. Seit August zählt die IAB Academy das Schweizerische Institut für Betriebsökonomie (SIB) mit seinem Studiengang «Dipl. Chief Digital Officer NDS HF» zu ihren Partnerschulen.

In der Schweiz gibt es bei der Aus- und Weiterbildung im Digital Marketing keinen einheitlichen Standard. Deshalb ermöglicht der Fachverband IAB Switzerland den Ausbildungsinstitutionen, die in der Schweiz ein vertiefendes Aus- und Weiterbildungsangebot im Digital Marketing anbieten, das inhaltliche Konzept sowie die fachliche Qualität der Dozenten überprüfen und zertifizieren zu lassen. Einige Weiterbildungsanbieter nutzen das Angebot der IAB Academy bereits und ermöglichen ihren Absolventen den Erhalt eines zusätzlichen Zertifikats der IAB Switzerland.

Eine neue Partnerschaft wurde mit dem Schweizerischen Institut für Betriebsökonomie besiegelt. Die IAB Switzerland freut sich, ihr Label an den im September erstmals startenden Studiengang «Dipl. Chief Digital Officer NDS HF» zu vergeben und damit den Kreis der Partnerschulen erweitern zu können.

Die SIB, grösste Höhere Fachschule Wirtschaft der Schweiz, erweitert ihr Angebot mit dem Studiengang zum dipl. Chief Digital Officer NDS HF. Wie jedes Nachdiplomstudium durchläuft auch dieser Studiengang das strenge Akkreditierungsverfahren zur eidgenössischen Anerkennung. Die SIB-Nachdiplomstudiengänge sind sehr praxisorientiert und dauern zwei Semester. Die Dozierenden sind Vertreter der Praxis und arbeiten alle in dem von ihnen unterrichteten Spezialgebiet – ein eigentliches «Who is who» der schweizerischen Digitalbranche und ein wichtiges Netzwerk.

Im Rahmen der Partnerschaft wird Mitgliedern der IAB Switzerland ein Rabatt auf den Studiengang in Höhe von CHF 360,- gewährt.

Peter Wehrli, Leiter der Nachdiplomstudiengänge und Mitglied der Geschäftsleitung der SIB sieht in der Partnerschaft mit der IAB Switzerland und der Zertifizierung einen Mehrwert für die Studierenden sowie für die Entwicklung des Studiengangs, da mit dem Verband der digitalen Werbebranche auf ein Netzwerk von Spezialisten der Digitalbranche zurückgegriffen werden kann.
«Der erste Studiengang war bereits über einen Monat vor Beginn mit 24 Teilnehmenden ausgebucht», so Wehrli dazu. Die Nachfrage sei sehr gross. Interessant ist auch die Zusammensetzung der Studierenden. Sie sind meistens im mittleren Kader tätig, davon die Hälfte in sehr grossen national und international tätigen Unternehmen. Der nächste Studienstart ist am 9. März 2018.

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Research und News aus den Märkten

INTERNATIONALE IAB NEWS

IAB EUROPE

BVDW


STUDIEN & REPORTS


WEITERE NEWS AUS DER DIGITALEN WERBEWELT

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IAB Switzerland baut Fokusgruppen weiter aus

Die IAB Switzerland, der Branchenverband der Schweizer Digitalwerbung, gibt die Einführung von drei weiteren Fokusgruppen bekannt: Die ehemalige Fokusgruppe Affiliate wird als Fokusgruppe Performance reaktiviert. Neu dazugekommen sind die Fokusgruppen Native Advertising, von welcher einer der kürzlich veröffentlichten Leitfäden stammt, als auch die Fokusgruppe «Diversity».

«Wir beobachten den Markt stetig und greifen dann Themen auf, wenn wir sehen, dass der Markt diese zusammen angehen und weiterentwickeln sollte. Dann ist es unsere Aufgabe alle Interessensgruppen an einen Tisch zu holen und eine gemeinsame Plattform zu schaffen. Für die Zukunft der digitalen Werbebranche ist dies enorm wichtig und notwendig», erklärt Roger Baur, Geschäftsführer der IAB.

Fokusgruppe Performance
Unter der Führung von Matteo Schuerch hat die Fokusgruppe Performance ihre Tätigkeit im April 2017 aufgenommen. Da der Performance-Bereich als Gesamtheit und als Kombination von verschiedenen Marketing-Disziplinen stetig an Relevanz gewinnt, ist es wichtig auch hier eine Vogelperspektive einzunehmen. Im Zentrum der Arbeit der Fokusgruppe steht neben der Professionalisierung des Marktes durch Schulungen und Veranstaltungen ebenso das Schaffen von Transparenz als auch die Beobachtung des Marktes. Das gesammelte Fachwissen der Gruppe wird über die IAB Academy, die Grundausbildungen im Bereich Digital Marketing anbietet und IAB Veranstaltungen an den Markt getragen.

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Fokusgruppe Diversity
Seit geraumer Zeit erkennt die IAB Switzerland im Markt das Bedürfnis, einen Blick auf die Repräsentation von Frauen in der Digital Marketingbranche zu werfen. Obwohl die Hälfte der Bevölkerung Frauen sind, fällt eine Unterrepräsentation von Frauen im Digital Marketing auf. Dies zeigt u.a auch das Geschlechterverhältnis in den IAB Arbeitsgruppen, den IAB Führungsorganen sowie den IAB Events. In einem mehrstufigen Vorgehen wird nun in einem ersten Schritt eine Studie lanciert, die den Status Quo der Digitalen Werbebranche in der Schweiz aufzeigen soll. Basierend auf dieser Studie werden im Anschluss sinnvolle Ziele für den Markt abgeleitet, um Frauen in der Digital Marketing Branche zu fördern und als Konsequenz daraus den Frauenanteil im Markt auf allen Ebenen zu erhöhen.

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Fokusgruppe Native Advertising
Auf Grund des Bedürfnisses aus dem Markt zur Aufklärung von Native Advertising wurde bereits 2016 die IAB Fokusgruppe Native Advertising gegründet. Ziel der Gruppe ist die Klärung und Abgabe von Handlungsempfehlungen. Diese hat im Mai 2017 ihren ersten Leitfaden veröffentlicht, der den Begriff einordnet und über seine Funktion und Werbewirkung aufklärt.

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Weitere Informationen über die IAB Switzerland und ihre Arbeitsgruppen unter www.iab-switzerland.ch

 

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Performance vs. Content?

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Sowohl Performance Marketing als auch Content Marketing haben Stärken und Schwächen. Der Schlüssel zum Erfolg einer Marketingkampagne liegt heute daher oft in der jeweils richtigen Kombination beider Werbeformen. Im Idealfall gelingt es dadurch, nicht nur ausreichende Kontakte zu schaffen, sondern diese anschliessend durch Inhalte soweit zu „veredeln“, dass es auch zum Abschluss kommt.

Als Performance Marketing aufkam, erlebte es – ähnlich dem Content Marketing heute – einen Boom. Es veränderte nicht nur die Art, wie Werbung gemacht wird, sondern auch wie der Erfolg von Marketing Kampagnen gemessen werden kann. Dank Performance Marketing investieren Werbetreibende heute nicht mehr einfach in Werbeflächen ohne zu wissen, ob die Zielgruppe diese überhaupt wahrnimmt. Stattdessen wird erst dann bezahlt, wenn ein User eine gewünschte, mit der Werbung gekoppelte Aktion ausführt, sei das ein Klick, ein Lead oder – im besten Fall – eine Conversion.

Performance Marketing: Vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sehen
Doch wie jedes Marketing-Instrument hat auch Performance Marketing seine Grenzen. So besteht beispielsweise die Gefahr, vor lauter Fokussierung auf Ad-hoc-Zahlen und kurzfristige Klick-Optimierung das langfristige Kampagnenziel aus den Augen zu verlieren. Die oft gesehene Konsequenz sind strategische Fehlentscheide, wie z.B. an sich wirkungsvolle Kanäle mit jedoch längerer Anlaufzeit vorschnell zu streichen oder das eigentliche Kampagnenziel – die Conversion – zu vernachlässigen. Daraus ergeben sich im Endeffekt oft unbefriedigende Kampagnen-Resultate. Dies führte in letzter Zeit zu einer zunehmend kritischen Betrachtung dieses Instruments.

Die Kombination ist entscheidend
Niedrige Conversion Rates und steigende Ad-Preise lassen heute den anfänglichen Hype um Performance Marketing etwas abflachen und Werbetreibende nach neuen Wegen suchen. Hier hat sich in letzter Zeit die Kombination von Performance-Elementen mit Content-Marketing hervorgetan. Schafft ersteres die notwendigen Kontaktzahlen, so ist ein anschliessendes Content-Marketing in der Lage, die Conversion Rates deutlich anzuheben.

 

Carpe Media Bild

Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn die Entscheidung für ein Produkt oder eine Dienstleistung mit einem gestiegenen persönlichen Risiko verbunden ist. Je höher das Risiko für den Entscheider umso wichtiger wird das Vertrauen in den Anbieter als Grundlage des Abschlusses. Ein Beispiel: Eine Handtasche für CHF 99.- wird oft spontan gekauft und kann bei Nicht-Gefallen leicht zurückgegeben werden. Hier braucht es kein tieferes Vertrauen zum Anbieter. Reines Performance-Marketing genügt und in der Tat war E-Commerce ein wesentlicher Treiber für die rasche Verbreitung von Performance Marketing.

Anders sieht es z.B. bei Hypotheken aus. Hier gibt es vielfach eine lange Bindung an den Anbieter und es bedarf entsprechend erst eines Vertrauensaufbaus in vielen Schritten. Entsprechend wird die Webseite vor einem Abschluss sicher häufiger besucht. Es herrscht hoher Informationsbedarf. Gerade in diesen Fällen kann Content Marketing der entscheidende Schlüssel zum Erfolg sein. Inhalte erlauben die Vermittlung von Kompetenz. Sie helfen Vertrauen aufzubauen.

Content Marketing: Gut Ding will Weile haben
Content-Marketing-Massnahmen alleine sind hingegen aufgrund ihrer längeren Anlaufzeit auch nicht immer zielführend. So benötigen gerade im digitalen Bereich Stand-Alone-Inhalte ohne Unterstützung je nach Umgebung oft mehrere Monate, bis sie in den Suchmaschinen entsprechend ranken und in der Zielgruppe eine organische Reichweite aufbauen. Danach sind sie jedoch umso mächtiger und ermöglichen dank ihrer für die User relevanten und informativen Inhalte eine dauerhafte Aufmerksamkeit und Zuführung neuer und qualitativ hochwertiger potentieller Kunden. Diese Zeit muss jedoch zur Verfügung stehen.

Gemeinsam stärker
Der Königsweg liegt also im Finden der richtigen Balance zwischen beiden Instrumenten. Richtig angewandt ergänzen sie sich oft und ermöglichen so das gleichzeitige Erreichen von nicht nur mehr, sondern auch besseren Kundenkontakten. Wie dargestellt, ist die jeweilige Gewichtung der Instrumente entscheidend. Sie ist abhängig von diversen Variablen wie beispielsweise Kampagnenziel und dem beworbenen Angebot.

Autor: Carpe Media

 

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Wenn die Video-Anzeige mit dem User interagiert

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Bewegtbild-Werbung wird immer persönlicher und interaktiver. Möglich machen es neue Formate
und Technologien. Galt lange die Ansicht, dass sich Videos hauptsächlich für Branding eignen und
Performance vorwiegend durch Search- und Display-Anzeigen erzielt wird, verschwimmen die
Grenzen zunehmend.

Der Trend zu mehr Personalisierung und Interaktivität, der es beispielsweise ermöglicht, direkt in der
Werbung Produkte anzuschauen und in den Warenkorb zu legen, nimmt immer weiter an Fahrt auf.
Damit sind Performance-Kampagnen inzwischen auch mit Bewegtbild-Werbung umsetzbar. Das
dürfte Werbetreibende freuen, schließlich werden Videos zunehmend vom User konsumiert und
auch gut angenommen. Im Display-Bereich kämpfen Advertiser hingegen mit Problemen wie Banner-
Blindness.

Chattende Video-Ads
Neue Formen der Personalisierung zeigen, was an innovativer Werbung möglich ist. Das Mode-
Unternehmen Tommy Hilfiger hat beispielsweise als erste Marke einen Chatbot in ein Oustream-
Video-Werbeformat eingebunden, um mit dem User kommunizieren zu können. User werden
innerhalb der Ad durch einen Call-to-Action aufgerufen, die Unterhaltung zu starten. Der Chatbot
reagiert dynamisch auf die Tageszeit und begrüßt den User zum Beispiel mit einem freundlichen
„Good Morning – Chat to us” zu Beginn der Unterhaltung. Die eingebundene Technologie unterstützt
den User beim Entdecken der neuen Kollektion, der Identifizierung des eigenen Geschmacks und hilft
bei der gewünschten Kleidungsgröße. Die vorgeschlagenen Produkte kann der Kunde im Anschluss
aus der Anzeige heraus durch eine Weiterleitung zum Onlineshop kaufen, wo die besprochenen
Artikel schon im Warenkorb bereit liegen.

Eine andere Form der Interaktivität bieten sogenannte Touch-Sense-Anzeigen, welche die Sinne der
User ansprechen und so eine noch engere Verbindung zu ihnen aufbauen. Mobile Video-Werbung
wird hier nicht bloß betrachtet, sondern auch haptisch erlebt, beispielsweise durchs Vibrieren des
Smartphones an ausgewählten Stellen des Videos. Dadurch tauchen User noch stärker in den
Content ein und Agenturen sowie Brands können besondere Erlebnisse schaffen. Die neue Technik
soll das Engagement der Nutzer mit den Videos stärken und zum Interagieren animieren. Ziel ist es,
dass die Anzeigen bis zum Ende angesehen werden. Das steigert das Engagement und kann die
Kaufabsicht beeinflussen.

Die neuen Möglichkeiten im Bereich Bewegtbild-Werbung zeigen, dass der User längst nicht mehr
der passive Konsument ist, sondern mit dem Content interagieren kann. Das eröffnet auch
Werbetreibenden neue Optionen. Video-Werbung wird auch für Performance-Ziele interessant und
User werden in einem aufmerksamkeitsstarken Moment angesprochen. In nächster Zeit werden
sicherlich weitere Anwendungsbeispiele folgen, die sich die neuen Technologien zunutze machen.
Welche neuen Trends im Bereich Video-Werbung noch auf die Werbetreibenden zukommen, wird
am 27. September beim Teads Video Summit in Zürich thematisiert. Zu den Speakern zählen unter
anderem AI-Experte Jürgen Schmidhuber (Director & Professor The Swiss AI Lab IDISIA – USI &
SUPSI), Ryan Skinner (Senior Analyst, Forrester Research) und Peter Haslett (Head of Client
Development bei Real Eyes).

Zur Teads Video Summit  Registrierung: https://zurichvideosummit.splashthat.com/ 

Autor: Teads

 

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«Jetzt entdecken»… Performance Marketing

Eine kurze Reise in die aktuelle Landschaft des Online Performance Marketings: Definitionen, Hinweise, Herausforderungen und Entwicklungsmöglichkeiten.

Wir haben Schweizer Werbeauftraggeber gefragt, ob sie Performance Marketing betreiben. Die Antworten auf diese Frage waren sehr vielfältig: „Ja, ich fahre CPC Kampagnen über meine Agentur,“ oder „Ja, ich verwende Feed Based Advertising, Retargeting und Email-Marketing.“ Andere sagten «Ja, ich mache es über Programmatic und Social Media,» oder auch «Nein, wir möchten auf Affiliate verzichten.» Halten wir also einen Moment inne: Wovon sprechen wir genau, wenn wir über Performance Marketing reden?

Im Vergleich zu anderen Bereichen im digitalen Marketing ist Performance Marketing nicht eine einzelne, genau definierte Disziplin. Online Performance Marketing bezeichnet das Einsetzen verschiedener Marketinginstrumente mit dem Ziel, eine messbare Reaktion (z.B. Besuch auf einer Seite, Kauf eines Produkts) beim Nutzer zu erzielen. Es ist also ein umfassender Ansatz, bei dem verschiedene Massnahmen im gegenseitigen Zusammenspiel eingesetzt werden.

So gesehen kann man fast alle Marketingkanäle mit einem Performance-Ziel versehen: Display, Suchmaschinen Marketing, Email, Social Media, Feed Based Advertising, Affiliate, Retargeting, etc. Beim Performance Marketing versucht man, den Nutzer während seiner Customer Journey in Richtung Conversion zu führen: Man generiert Aufmerksamkeit mit Performance Display, man weckt das Interesse des Nutzers erneut, wenn er auf Google nach dem Produkt sucht und gewinnt den Kunden dann auf der eigenen Seite mit Retargeting zurück, falls er nach dem Webseitenbesuch doch nichts gekauft hat. Alle diese Massnahmen werden mit dem Ziel eingesetzt, den Nutzer auf dem Weg zur Conversion zu begleiten.

Kurz zusammengefasst, was zeichnet Performance Marketing aus? Der deutsche Branchenverband BVDW hat vier essentielle Merkmale erkannt:

  • Messbarkeit: Die Reaktionen der Zielgruppe (also z.B. eine Registrierung oder ein Kauf im Internet) sind eindeutig, zeitnah, vollständig beobachtbar und messbar.
  • Modularität: Die Kampagne lässt sich in viele kleine Budgetmodule aufteilen, die individuell buchbar und beurteilbar sind.
  • Optimierbarkeit: Durch Anpassung verschiedener Parameter (Anzeigentexte, Werbemittelgestaltung, Umfelder, Click-Gebote etc.) kann die Effizienz der Kampagne noch während der Laufzeit beeinflusst und damit verbessert werden.
  • Vernetzung: Performance Marketing kann als Interaktionselement in eine klassische Kampagne integriert werden. Es bestehen intensive Wechselwirkungen z. B. zwischen Bekanntheit und Klickrate.

Oftmals wird fälschlicherweise das Abrechnungsmodell eines Kanals oder einer Kampagne als Definition des Performance Marketings betrachtet. Das Abrechnungsmodell spielt aber eigentlich keine Rolle. Performance Marketing definiert sich vielmehr über die Messbarkeit der Ergebnisse und das Ziel, die erzielten Reaktionen in ein möglichst günstiges Verhältnis zu den Werbeausgaben zu setzen.

Ein Markt mit überproportionalem Wachstum
Der Bereich Performance Marketing ist in den letzten Jahren in der Schweiz überdurchschnittlich stark gewachsen und die Prognose der Experten sieht diesen Bereich auch als Gewinner im Wachstumsrennen der nächsten Jahre. Woher kommt diese positive Entwicklung? Wie vielerorts sind in der Schweiz die internationalen Riesen die Treiber des Wachstums des Performance Marktes: Google mit seinem vielfältigen Ökosystem (Search, Display, Shopping, usw.), Facebook, Criteo, usw. Der Performance Marketing Bereich lässt zudem Spielraum für Innovation von lokalen und internationalen Startups, die neue Modelle erfinden, um effizientere Kampagnen zu betreiben.

Die Bedingungen für eine erfolgreiche Performance Kampagne
Bevor man über Erfolge spricht, muss man den Erfolg definieren: Vor Beginn einer Kampagne müssen sehr konkrete und realistische Ziele gesetzt werden. Danach kommt die genauso wichtige Frage: Wie misst und evaluiert man die aus der Kampagne resultierenden Ergebnisse? Die Antwort darauf ist einer der Punkte, bei dem sich viele Advertiser noch schwertun. Die Gründe dafür liegen in der Komplexität des Themas und in den Herausforderungen, die dadurch entstehen. Bei der korrekten Messung und Evaluation einer Performance Kampagne müssen unter anderem folgende Punkte berücksichtigt werden:

  • Es sollten nicht nur die direkten Ergebnisse einer Kampagne, sondern auch der Customer Lifetime Value der über die Kampagne gewonnenen Kunden betrachtet werden
  • Multi-Attribution: Wenn mehrere Kanäle für die Generierung einer Conversion zuständig sind, müssen die Touchpoints zur detaillierten Analyse sinnvoll gewichtet werden
  • Multi-Device: Nutzer sollen über unterschiedliche Geräte getrackt werden und die Rolle der einzelnen Geräte in der Customer Journey muss verstanden werden

Es geht nicht nur um den richtigen Kanal!
Auch wenn man die beste Planung und die besten Tools zur Analyse hat, darf man nicht vergessen, dass diese nicht die einzigen Erfolgsfaktoren einer Performance Kampagne sind. Der Kunde hat oftmals nicht auf ein Produkt gewartet und vielleicht auch keine Werbung dafür gewünscht. Wenn man ihn erreicht, sollte man sicherstellen, dass er in dem Moment einen Anreiz hat, mehr über dieses Angebot zu erfahren. Das heisst, dass auch der Inhalt und die Gestaltung des Werbemittels durch Call-To-Action Buttons, interessante Angebote, usw. ansprechend gestaltet werden müssen. Nach diesem ersten Kontakt mit einem Produkt geht die Reise des Kunden weiter: Auch auf der Landingpage muss er in Richtung Conversion geführt werden. Wichtige Fragen sind hier: Wie schnell ist die Webseite? Ist sie auf allen Geräten optimiert? Ist der Checkout-Prozess einfach?

Performance als Bestandteil der Marketing-Strategie
Performance Marketing ist in der einen oder anderen Form für alle Advertiser geeignet. Das bedeutet aber nicht, dass Performance Marketing das Ein und Alles ist: Es ist keineswegs ein geschlossenes Silo, sondern geht Hand in Hand mit anderen Marketingbereichen  wie Brand Advertising. Auch wenn man die beste Search Engine Optimierung betreibt, hilft das nicht weiter, wenn niemand die entsprechende Marke kennt. Branding und Performance Marketing sollten also koordiniert und gemeinsam zum Einsatz kommen

Die IAB Switzerland hat 2017 eine neue Fokusgruppe «Performance Marketing» gegründet mit den Zielen Marktbeobachtung, Unterstützung und Professionalisierung der Branche, sowie Erzeugen von Transparenz durch die Einführung von Qualitätsstandards und einer klaren Wissensvermittlung. Für Interessenten organisiert die IAB Academy auch dedizierte Seminare zum Thema Performance Marketing. Das nächste Performance-Intensivtraining findet am 19. und 20.09.2017 in Zürich statt.

Autor: Matteo Schuerch, Leiter IAB Fokusgruppe Performance Marketing, CEO CONVERTO AG

 

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IAB Europa veröffentlich AdEx Benchmarkt Report 2016 – Werbemarkt-Hoch in Europa

2016 war das siebte Jahr in Folge mit zweistelligem Wachstum für Online-Werbung, welches weiterhin von Mobile und Video getrieben wird. Kern für dieses Wachstum sind kreative Innovationen, die eine nahtlosere Integration von mobilen und Video-Anzeigenformaten in Medieninhalte ermöglichen. Die Online-Werbung kompensierte erneut Rückgänge oder langsameres Wachstum in anderen Medien, um ein historisches All-Media-Werbemarkt-Hoch in Europa von 112,4 Mrd. Euro zu erreichen.

Hier geht es zum AdEx Benchmarkt Report 2016 

 

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IAB Academy: Kursplan 2. Halbjahr 2017

Machen Sie sich fit im Digital Marketing!

Diplomlehrgänge und Intensivtrainings sind Programm bei der IAB Academy. Experten aus der Praxis vermitteln neben Grundwissen die wichtigsten Trends im Digital Marketing, damit Sie wissen, wo in Zukunft die Reise hingeht und welchen Zug Sie nicht verpassen sollten.

Digital Marketing gewinnt nicht nur an Bedeutung, sondern ist ein unverzichtbarer Bestandteil für die professionelle Online-Präsenz jedes Unternehmens und sollte einen immer grösseren Stellenwert im Marketing-Mix einnehmen. Digital Marketing heisst jedoch nicht nur Präsenz in den Suchmaschinen, sondern umfasst einen grossen Strauss an Disziplinen. Und jede dieser Disziplinen bringt wieder ihre Besonderheiten und Fachbegriffe mit sich.

Der Verband der digitalen Werbebranche IAB Switzerland bietet mit seinen kompakten Lehrgängen einen entscheidenden Einblick in die Disziplinen des Digital Marketing. Experten aus der Praxis vermitteln in kurzer Zeit entscheidendes Know-how für Ihre digitale Werbestrategie.

Machen Sie sich fit im Digital Marketing! Nach der Sommerpause stehen folgende Kurse auf dem Programm:

Intensivtraining Performance Marketing:

  • Bei diesem zweitägigen Training stehen Performance Kampagnen und die dazugehörigen Online Marketing Instrumente im Vordergrund.
  • Wann und wo: 19. und 20. September an der HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich

Kosten: CHF 880,- (IAB-Mitglieder erhalten einen Rabatt in Höhe von CHF 80,-)

Weitere Informationen und die Anmeldung gibt es hier

 

Intensivtraining Programmatic Advertising und Datamangement für Media Buyer:

  • Nicht verpassen: das Zweitagesseminar gibt Werbetreibenden oder Agenturen einen neutralen Überblick über die Einsatzmöglichkeiten von Programmatic Advertising und Data Targeting.
  • Wann und wo: 24. und 25. Oktober 2017 an der HWZ

Kosten: CHF 880,- (IAB-Mitglieder erhalten einen Rabatt in Höhe von CHF 80,-)

Weitere Informationen und die Anmeldung gibt es hier 

 

Intensivkurs für Entscheider: Digital Marketing Trends kompakt

  • Frischen Sie an 4 Vormittagen Ihr Digital Marketing Know-how auf und erfahren Sie die neuesten Trends in Programmatic Advertising, Content Marketing und Mobile Marketing.
  • Wann und wo: 31. Oktober/7. November/14. November/21. November, jeweils 8.15 – 11.15 Uhr an der HWZ

Kosten: CHF 880,- (IAB Mitglieder erhalten einen Rabatt in Höhe von CHF 80,-)

Weitere Informationen und die Anmeldung gibt es hier

 

IAB Diplomlehrgang Digital Marketing Grundkurs

  • Lernen Sie in nur sechs Wochen die Grundkenntnisse des Digital Marketings kennen! Dieser sehr beliebte Kurs eignet sich für alle, die neu in den Bereich der digitalen Medien einsteigen möchten.
  • Wann und wo:

    • Kurs 4: 7. September – 19. Oktober 2017 (jeweils donnerstags von 9.00 – 17.00 Uhr
    • Kurs 5: 5. Oktober – 16. November 2017 (jeweils donnerstags von 9.00 – 17.00 Uhr
    • Kurs 6: 1. November – 14. Dezember 2017 (jeweils donnerstags von 9.00 – 17.00 Uhr)

Die Kursmodule finden idR bei den Partnerfirmen (Raum Zürich) statt.
Kosten: CHF 990,- (IAB-Mitglieder erhalten einen Rabatt in Höhe von CHF 50,-)

Weitere Informationen und die Anmeldung gibt es hier

 

IAB Diplomlehrgang Digital Marketing Aufbaukurs

  • Sie haben bereits Grundkenntnisse oder Berufserfahrung im Digital Marketing und möchten sich in den neuesten Trends weiterbilden? Dieser Diplomlehrgang behandelt in 6.5 Modulen die wichtigsten Themen mit hohem Praxisbezug!
  • Wann und wo:
    • Kurs 3: 20. September – 1. November 2017 (jeweils mittwochs von 9.00 – 17.00 Uhr)
    • Kurs 4: 25. Oktober – 6. Dezember 2017 (jeweils mittwochs von 9.00 – 17.00 Uhr)

Die Kursmodule finden idR bei den Partnerfirmen (Raum Zürich) statt.
Kosten: CHF 1‘490,- (IAB-Mitglieder erhalten einen Rabatt in Höhe von CHF 90,-)

Weitere Informationen und die Anmeldung gibt es hier

 

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Amazon mischt den B2B Markt auf: Disruption durch two sided B2B-Marktplätze

Fachbeitrag


Oft wird gesagt, B2B sei ganz anders als B2C – das mag Prozessual sicherlich stimmen, aber nicht auf menschlicher Ebene. Getrieben vom bequemen, medienbruchfreien B2C-Kauferlebnis wächst auch der Anspruch der B2B-Einkäufer. Je nach Branche ergeben sich daraus für Hersteller und Handel unterschiedliche Chancen & Risiken einer rechtzeitigen bzw. verschlafenen B2B-Marktplatzstrategie: diese nutzt nun ein Marktführer aus Seattle.

Es war nur eine Frage der Zeit: Amazon möchte mehr sein, als nur Marktplatz für B2C und Anbieter von skalierbaren Cloudlösungen. Bereits durch die Programme von FBA (Fulfilment by Amazon) und FBM (Fulfillment bei Merchant) mit den Deals von Tegut in Deutschland und Souq.com im arabischen Raum will Amazon eine nahtlose, Grenzen überschreitende Marktstellung erreichen. Fast im Stillen hat sich Amazon Business gemausert von der „Supply Plattform“ zum spannenden B2B Marktplatz für gewerbliche Kunden auf Amazon. Denn Unternehmen jeder Grösse können sich kostenlos registrieren, um Zeit und Geld beim gewerblichen Einkauf zu sparen, aber auch um neue Geschäftskunden zu erreichen. Amazon Business startete bereits im April 2015 in den USA und bedient heute mehr als 400.000 Unternehmen. Im ersten Jahr hat Amazon Business dort über eine Milliarde US-Dollar Umsatz gemacht. Inzwischen verkaufen mehr als 45’000 Händler über Amazon Business. Das ist allerdings erst der Anfang. Nach Expertenschätzungen erreicht der B2B Online-Markt im Jahr 2020 ein Volumen von 6.700 Mrd. USD. Zu diesem Zeitpunkt wird der B2B-Markt damit mehr als die doppelte Grösse des Online-B2C-Marktes (3.200 Mrd. USD in 2020) haben. Aber nicht nur das Marktvolumen ist hoch attraktiv, auch die zu erwartende Wachstumsdynamik: Denn im Vergleich zu einem Online-Anteil von ca. 8 % im B2C, liegt der Online-Anteil im B2B-Markt aktuell nur bei ca. 2%. Das verspricht eine dynamische, anhaltende Kanalverschiebung von Offline zu Online und stellt damit die erste Komponente eines „BIG SHIFT zu Omnichannel“ im B2B-Markt.

Ecommerce

An diesem Beispiel zeigt sich, woran der E-Commerce hierzulande noch hinterherhinkt: Bisher sind der europäische und auch schweizerische B2B Online-Markt zu stark fragmentiert und bestehen weitestgehend aus Nischenanbietern mit vielen Online-Listen und Branchenverzeichnissen. Zudem gibt es vereinzelte Insider Marktplätze, welche aber weit entfernt sind von einem Beispiel à la Amazon. Wirklich verbindende Marktplätze, von ein paar Einkaufsgemeinschaften abgesehen und einem durchlässigen Ökosystem – fehlen für B2B immer noch. Man sieht, dass Siroop Ansätze und Potential hat, aber ob sie sich gegen die Macht aus Übersee – West und Ost – durchsetzen mögen, ist derzeit noch mehr als offen. Überhaupt zeigen die Akteure gerade im B2B-Handel Defizite bei der Digitalisierung; häufig fehlt eine systematische Digitalisierungsstrategie und zwar branchenübergreifend. Das ist fatal, denn Amazon nimmt nutzt diese Gunst der Stunde: Amazon überträgt weite Teile seiner bewährten B2C-Funktionalität auf seine B2B-Plattform und bettet die B2B-Struktur vollständig in das bestehende Amazon Ökosystem ein. Die drei Hauptgründe für Online-Einkäufe sind auch bei B2B eine verbesserte Usability, eine breitere Produktauswahl und geringere Kosten. Dass B2B-Einkäufer zunehmend B2C-Ansprüche an ihr „digitales Einkaufserlebnis“ stellen, ist wenig überraschend. Aus Usability-Perspektive geht es um „Business-to-People“, das heisst es sind in beiden Fällen dieselben Menschen, egal, ob sie gerade privat shoppen oder für ihr Geschäft einkaufen und verkaufen. Entsprechend ähnlich sind auch die Ansprüche ans digitale Einkaufserlebnis. Und fast noch wichtiger: ein Marktplatz wie Amazon hilft Händlern zusätzlich, neue Märkte oder Kunden zu erreichen durch gebündeltes Marketing und vereinfachte Prozesse – das könnten die Händler zwar auch, aber es braucht eine geeinte Kraft.

Basierend auf der klassischen digitalen Wertschöpfungskette wissen wir, dass vor allem Geschäftsmodelle erfolgreich sind, welche die Käufer- und Verkäuferbedürfnisse bestmöglich und gleichzeitig befriedigen können. So werben Marktplatz-Betreiber gegenüber Käufern vor allem mit erhöhter Markttransparenz und einer besseren Usability und schnellem Service. Die strategische Herausforderung für KMUs ist es, das Online-Geschäft neben dem eigenen, kostenintensiven Direktvertrieb und dem kapitalintensiven Niederlassungsgeschäft zu positionieren. Durch den Zusammenschluss der kleinen Händler zu einem starken Verbund ist ein konzentriertes Marketing möglich und auch kleinere Händler haben eine gute Chance, am E-Commerce teilzuhaben.  Dafür müssen sich allerdings Unternehmen in Branchen oder thematisch zusammenschliessen und gemeinsam einen E-Commerce Marktplatz betreiben. Der Vorteil liegt auf der Hand: mit geteilten Kosten und kombinierter Reichweite, können alle im Netz sichtbarer werden und müssen gleichzeitig die Kosten für ihren professionellen Werbeauftritt nicht alleine stemmen – somit profitieren alle gleichermassen, am Ende die ganze Volkswirtschaft.

Autor: Roger Basler, Analytics Agentur Winterthur

 

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