In der Rubrik «3 Fragen an…» geben Persönlichkeiten aus der Schweizer Digitalszene ihre Statements, Einblicke und Antworten zu aktuellen Fragen rund um Online Marketing. Heute mit Thierry Pool. Er ist seit 2019 bei der Credit Suisse verantwortlich fürs globale Digital & Data Marketing und war vorher über 6 Jahre Head Digital Marketing und Head Media Planning bei Digitec & Galaxus.

In der Rubrik «3 Fragen an…» geben Persönlichkeiten aus der Schweizer Digitalszene ihre Statements, Einblicke und Antworten zu aktuellen Fragen rund um Online Marketing. Heute mit Thierry Pool. Er ist seit 2019 bei der Credit Suisse verantwortlich fürs globale Digital & Data Marketing und war vorher über 6 Jahre Head Digital Marketing und Head Media Planning bei Digitec & Galaxus.

  1. Inwiefern wird sich die Gewichtung des Digital-Volumens nach der Pandemie verändern?

Das wird spannend zu beobachten sein, ich wage keine Prognose. Auf der einen Seite haben digitale Kanäle zusätzlichen Schub erhalten seit dem Frühjahr 2020, andererseits ist der digitale Bereich deutlich stärker betroffen von der Datenschutz-Diskussion als traditionelle Kanäle, bei denen Personalisierung weniger eine Rolle spielt.

  1. Welche digitalen Trends sollten unsere LeserInnen auf keinen Fall verpassen?

Online und Mobile Banking – da tut sich gerade einiges. Auf die Werbebranche bezogen: Die Entwicklung von Programmatic finde ich nach wie vor sehr spannend, meiner Meinung nach nutzt die Branche das grosse Potenzial noch zu wenig. Auch der kürzliche Zusammenschluss der inländischen Digital-Marktplätze wird den Schweizer Markt hoffentlich noch einmal nach vorne bringen.

  1. Was nehmen Sie persönlich aus der Pandemie bzw. aus den Lockdowns mit?

Ich habe in dieser Zeit viel über mich und mein Social Life gelernt und war froh, als die Gastronomie wieder öffnen durfte. Am meisten bewegen mich – selbstverständlich nebst der Sorge um unsere Gesundheit – Leadership-Themen. Es ist extrem spannend, ein Team auf Distanz zu führen – trotzdem besteht der perfekte Arbeitstag für mich aus mehr als Calls von früh bis spät.

Seit dem 25.5.18 gelten für die Erhebung und Verarbeitung von personenbezogenen Daten von Mediennutzern in der EU die Bestimmungen der EU Datenschutzgrundverordnung DSGVO.

Die Verbände IAB Switzerland, LSA und VSM haben unabhängig von der Anwendbarkeit des DSGVO im Einzelfall eine Empfehlung für Schweizer Medienanbieter, Media- und Kommunikationsagenturen ausgearbeitet, die primär zum Ziel hat, das Vertrauen der Nutzer in Schweizer Medienangebote durch einen verantwortungsvollen Umgang mit personenbezogenen Daten zu sichern. Nutzer von Schweizer Medienangeboten sollen unabhängig von ihrem Aufenthaltsort einen Schutz ihrer persönlichen Daten geniessen, der gegenüber Schutzniveau in der EU gleichwertig ist.

Die Empfehlung bezieht sich auf Online-Werbeformen und Websites und gibt einen schnellen, praxisbezogenen Überblick über die wichtigsten Anforderungen der DSGVO für die Medienbranche. Dabei wird die Methodik aufgezeigt, wie die DSGVO für bestimmte Bedürfnisse anzuwenden ist. Zusätzlich beinhaltet die Empfehlung eine Orientierungshilfe für Inhalt und Gestaltung einer Datenschutzverordnung.

 

Update Dezember 2020

Hohe Bussen der EU Datenschutzbehörden und Urteile zur Notwendigkeit einer Einwilligung für Cookies haben die Online Medienbranche seit Einführung der DSGVO im Jahr 2018 auf Trab gehalten. Schliesslich ist mit dem EuGH Urteil Schrems II im Jahr 2020 auch noch der für Datentransfers aus der EU in die USA hilfreiche «Privacy Shield» dahingefallen. Der Schweizer EDÖB reagierte umgehend und setzte dieses beliebte Mittel der Selbstregulierung für US Unternehmen auch für unser Land ausser Kraft. Seither müssen Exporteure von Personendaten mit vertraglichen und technischen Massnahmen für einen angemessenen Datenschutz bei Empfängern in den USA (und anderen Drittstaaten ohne gleichwertigen Datenschutz) besorgt sein, was in der Praxis zu grosser Unsicherheit führt. Seit November 2020 ist die langjährige Revision des Schweizer Datenschutzgesetzes abgeschlossen. Auch wenn dieses erst 2022 in Kraft treten dürfte, wirft es seine Schatten voraus. All diese Entwicklungen sind in die im Dezember 2020 überarbeitete Branchenempfehlung von IAB, VSM und LSA eingeflossen

 

Die neue Branchenempfehlung kann für Mitglieder bei den drei Verbänden IAB, LSA und Verband Scweizer Medien bezogen werden (Nicht-Mitglieder der Verbände gegen eine Schutzgebühr von CHF 95.-).

Interessierte melden sich unter contact@iab-switzerland.ch

Die digitale Nutzung von Radio und Audio-Inhalten steigt und generiert mehr Inventar für Audio-Werbung. Folgt die kommerzielle Seite dem Audio-Nutzungs-Boom? Wie sehen dieHerausforderungen der Audio-Vermarktung aus und wie können sie überwunden werden?

Inhalte

  • Anja Hänni (dentsu Switzerland): Anforderungen & Ausblick Audio aus Agentur-Sicht
  • Iso Rechsteiner (Digimig): Digitalisierung & Wandel der Nutzung
  • Florian Wanner (CH Media): Inventarausweitung, Shift Audio-Primetime
  • Matthias Kost (Radio Zürisee): Wertschöpfung im Digital Audio
  • Ralf Brachat (Swiss Radioworld): Vermarktungschancen Schweiz, wo stehen wir im Prozess?
  • Thomas Kabke (Crossplan Deutschland): Bündelung von 450 Audiostreams & neue Audiolösungen
  • Aline Rutishauser (FM1): Moderation
  • Stephan Küng (IGEM-Präsident / TWmedia): Einordnung

Die IGEM organisiert diesen Event zusammen mit VSP Verband Schweizer Privatradios und IAB Switzerland.

 

 

Schlüsselkompetenz «CommTech»: So läuft’s

CommTech heisst, dass Organisationen mithilfe von Daten, digitalen Werkzeugen und Frameworks die Beziehungen mit ihren Dialoggruppen aufbauen und entwickeln. Dies ermöglicht eine weitreichende Nutzungs- und Wirkungskontrolle und damit eine neue Stufe der Effizienz.

Schnell gesagt, doch wie gemacht? An der ComImpact21 erfahren Sie alles über die CommTech-Initiative direkt von Jon Iwata, Yale School of Management, ex Chief Brand Officer von IBM. Erfahren Sie, wie Frank Bodin, Präsident ADC Schweiz, die digitalisierte Kommunikationswelt in der Schweiz einschätzt.

Lernen (und hinterfragen) Sie in einem der drei interaktiven Labs, was CommTech in der Praxis bewirkt; mit

  • Tobias Zehnder, Co-Founder Webrepublic: Data Activation – mit Kundenfokus zu effektiverer Kommunikation
  • Daniel Jörg, Partner bei Farner: Das “Journey & Behavior Framework”: vom Modell zur Ansprache und Aktivierung
  • Tina Fixle, Media Focus Schweiz: Mit empirischen Daten zum erfolgreichen Produktlaunch

In der abschliessenden Finalrunde gibt’s vier kurz-prägnante CommTech-Pitches: «Messbar auf die Firmenstrategie einzahlen» mit Evelyne Künzle von der Mobiliar; «Analytics-Architektur: Stolpersteine und Learnings » mit Toni Knobel von Homegate; «Wie ein KMU mit Daten werkt und kommuniziert» mit Sophie Schönenberger von Urech Lyss; «Kampagnen-Optimierung im Wochentakt» mit Dominic Stöcklin von Schweiz Tourismus.

 

Datum/Zeit: Donnerstag, 10. Juni, 13.00 bis 18.30 Uhr
Ort: Six ConventionPoint, Zürich, Pfingstweidstrasse 110, 8005 Zürich
Programm und Anmeldung: www.comimpact.ch

In diesem Jahr läuft alles anders, so auch die Verleihung des zehnten Digital Marketing Awards, mit dem die IAB Switzerland besondere Leistung im Digital Marketing auszeichnet. Eine Fachjury wählt die Preisträger in den Kategorien «Digital Marketer of the Year», «Digital Agency of the Year» und «Digital Entrepreneur of the Year». Von der IAB Academy wird der «Digital Newcomer of the Year» gekürt. Jörg Eugster erhält den «Digital Lifetime Award». Anstelle der Awardshow gibt es in diesem Jahr eine kurze Filmdokumentation zu den Gewinnern.

Vorgesehen war die Awardshow im Rahmen der Konferenz DEX. Nun sind leider beide Events der Pandemie zum Opfer gefallen. Nichtsdestotrotz brauchen wir in diesem Krisenjahr auch gute Nachrichten und die kann die IAB Switzerland mit der Verleihung der diesjährigen Digital Marketing Awards liefern! Eine Fachjury, bestehend aus dem IAB Vorstand und dem IAB Advisory Board sowie Vertretern des Schweizer Werbe-Auftraggeberverbandes (SWA) und von Leading Swiss Agencies (LSA), wählte die Gewinner in den Kategorien «Digital Marketer of the Year», Digital Agency of the Year sowie den neuen Award für den «Digital Entrepreneur of the Year». Zusätzlich kürt die IAB Academy den «Digital Newcomer» und die IAB Switzerland vergibt im Jubiläumsjahr wieder einen Digital Lifetime Award.

Hier gelangen Sie zum Awardvideo.

Lidl Schweiz zum Digital Marketer of the Year 2020 gekürt

Nominiert für den Award wurden Unternehmen, die mit ihren digitalen Werbekampagnen im vergangenen Jahr aufgefallen sind. Zu den nominierten Unternehmen zählten Audi, Emmi, Lidl Schweiz und Rivella.

Den Preis erhält in diesem Jahr Lidl Schweiz. Das Unternehmen investiert viel in die digitale Werbung, glaubt an die Werbewirkung und nutzt grosse Werbeformen sowie Branding-Produkte, um ihre Marke und die Produkte den Kunden zu präsentieren.

Ads&Figures darf sich Digital Agency of the Year nennen

Den Award verdient die Agentur, die über den gesamten Kunden- und Verkaufszyklus digitale Marketing-Massnahmen nachhaltig und strategisch einsetzt. Die Jury durfte ihre Auswahl aus den folgenden nominierten Agenturen treffen: ads&figures, Farner Consulting, MediaCom und Mediakanzlei.

Gewonnen hat die Berner Agentur ads&figures AG. Als spezialisierte Performanceagentur ist ads&figures sehr stark in den Disziplinen Search, Social, Video und Data Driven Marketing. Seit ihrem Start 2016 hat die Agentur gezeigt, dass sie ihre Projekte mit viel digitalem Know-how führt und eine Bereicherung für die Schweizer Agenturwelt ist.

«Digital Entrepreneur of the Year» geht an Sam Lutz

Die digitale Werbebranche hat viele spannende Jungunternehmen im Technologiebereich hervorgebracht. Die IAB Switzerland möchte diese Initiativen würdigen und hat darum in diesem Jahr eine neue Award-Kategorie geschaffen. Nominiert wurden in dieser Kategorie Stephan Frey von Attackera, Sam Lutz von Drop8 sowie Ginette Lumbiarres und Alban Grossenbacher von goTom. Sam Lutz, Spezialist im Data Driven Advertising, gewinnt den Award für die Gründung und den erfolgreichen Aufbau seiner Firm Drop8 AG.

IAB Academy zeichnet Digital Newcomer of the Year aus

Marei Pross (Lindt & Sprüngli AG) erhält den Award «Digital Newcomer of the Year». Die IAB Academy zeichnet mit diesem Award die Absolventin mit dem besten Resultat bei der Abschlussprüfung des Diplomlehrgangs «Digital Marketing Grundkurs» im vergangenen Jahr aus.

Jörg Eugster erhält den Digital Lifetime Award

Im Jubiläumsjahr wird erneut der Digital Lifetime Award für besondere Verdienste verliehen. Die Auszeichnung erhält Jörg Eugster, der seit über 20 Jahren einen wichtigen Beitrag für die Entwicklung der digitalen Werbebranche der Schweiz leistet. Er ist Gründer digitaler diverser Plattformen und gibt sein Wissen als Speaker sowie als Autor weiter. Mit wifimaku hat er eine in der Schweiz einmalige Wissensplattform im Digital Marketing geschaffen.

HIER gelangen Sie zum Awardvideo

Das neue Datenschutzgesetz: Was ändert sich? Was ist zu tun im Bereich der Werbung?

 

Am 25. September 2020 hat das Schweizer Bundesparlament die Totalrevision des Datenschutzgesetzes (DSG) verabschiedet, nachdem die letzte Differenz beim Profiling bereinigt werden konnte. Wenn Sie erfahren wollen, was sich wirklich ändert und was es im Bereich der Werbung zu tun gibt, dann nehmen Sie an unserem Webinar teil. Datenschutzexperte David Rosenthal erläutert Neuerungen und Handlungsbedarf für Medien, Agenturen und Werbeauftraggeber im Gespräch mit Rolf Auf der Maur, beide Partner des Anwaltsbüros VISCHER. Für Mitglieder ist das Webinar kostenlos.

 

Benutzen Sie die Gelegenheit, Ihre Fragen bereits vorher zu stellen: dataprivacy@vischer.com. Auch während dem Webinar besteht die Gelegenheit, Fragen zu stellen.

 

Das Webinar wird in deutscher Sprache durchgeführt und aufgezeichnet, Hier geht es zur Anmeldung.

Die Verbände IAB Switzerland, Leading Swiss Agencies LSA und der Schweizer Werbe-Auftraggeberverband SWA publizieren im Rahmen ihrer Transparenzinitiative die neuesten Quartalszahlen zu den Sichtbarkeitsraten für Werbeeinblendungen sowie zu Ad Fraud. Im dritten Quartal ist die Gesamtvisibilität zwar minimal gesunken, der Bereich Mobile weist jedoch höhere Zahlen aus als zuvor. Die Ad Fraud-Werte wurden von den Publishern mit unter 2% gemessen.

Im Rahmen der Transparenzinitiative der drei Schweizer Werbeverbände werden erneut die Visibiltätsraten der grossen Vermarkter und Publisher in der Schweiz publiziert. Erfreulicherweise erreicht der Bereich Mobile eine Sichtbarkeitsrate von 61,4% (Q2: 56,5%) und hat damit den höchsten Wert in diesem Jahr erlangt. Im Bereich Desktop beträgt die Visibility-Rate im dritten Quartal 57,1% (gegenüber 66,2% im Q 2). Die gesamte Visibilitätsrate ist damit im dritten Quartal leicht von 60.8% auf 59,2% gesunken.

Die Messung basiert auf 4.22 Mrd. AdImpressions und wurde bei den Publishern mit folgenden Tools vorgenommen: Admeira: Xandr und Google Ad Manager, Goldbach / TX Markets: Integral Ad Science (IAS) und Google Ad Manager, Audienzz: Xandr, Romandie Network: Smart Adserver, Watson: Google Ad Manager. Nach IAB-Standard muss die minimale Visibilität 50% der Pixel während 1 Sekunde betragen, damit eine AdImpression abgerechnet wird.

Gleichzeitig publizieren die grossen Schweizer Medienhäuser und Vermarkter ihre aktuellen Zahlen zu Ad Fraud. Hier kann ein leichter Anstieg im Vergleich zum vorherigen Quartal festgestellt werden. Insgesamt liegen aber alle Schweizer Medienhäuser unter 2%.

Weitere Informationen sowie Publikationen zu der Transparenzinitiative stellen die Verbände unter www.iab-switzerland.ch, www.leadingswissagencies.ch bzw. www.swa-asa.ch zur Verfügung.

Download Medienmitteilung auf Deutsch

Download Medienmitteilung auf Französisch

Nachdem eine Besserung der Situation in Bezug auf Live-Veranstaltungen bis auf Weiteres nicht in Sicht ist, hat sich die IAB Switzerland entschlossen, ihre Konferenz DEX20 auf nächsten Herbst zu verschieben. Bereits erworbene Tickets werden zurückerstattet.

Ein spannendes Programm, motivierte Sponsoren und eine tolle Location hätten einen besonderen Event für die Digital Marketing Branche garantiert. Die Digital Experience Konferenz lebt jedoch neben den Vorträgen auf der Main-Stage von vielen kleinen Formaten wie den Masterclasses oder den Workshops und vom persönlichen Austausch in den Lounges oder bei der Aftershow-Party. Da das Konzept aufgrund der aktuellen Lage nicht realisierbar wäre, hat man sich bei der IAB Switzerland schweren Herzens entschlossen, den Event in diesem Jahr abzusagen.

Als Zeitpunkt für die nächste Durchführung der Digital Experience Konferenz DEX wird der Herbst 2021 angestrebt. Bis dahin sollte sich die Situation in Bezug auf Grossveranstaltung gebessert haben. Auch die zahlreichen Sponsoren begrüssen die Verschiebung der Konferenz in den nächsten Herbst.

Für die Studie, die die Verbände IAB Switzerland, Leading Swiss Agencies (LSA) und Schweizer Werbe-Auftraggeberverband (SWA) in Kooperation mit zulu5 im ersten Halbjahr 2020 durchgeführt haben, wurden über 1 Million nationale und internationale potentiell markenschädliche Internet-Domains analysiert. Es liess sich feststellen, dass im ersten Halbjahr 2020 Werbeanzeigen von 46 % der 100 grössten Schweizer Werbetreibenden in digitalen Umgebungen geschaltet wurden, deren Assoziation als schädlich für die jeweilige Marke betrachtet werden könnte.

Brand Safety ist für die Werbeverbände IAB, LSA und SWA ein sehr relevantes Thema. So publizierten sie im Juli ein Whitepaper, das die Schaffung eines einheitlichen Verständnisses der Begrifflichkeiten rund um Brand Safety beinhaltet. Mit dem neuen Brand Safety Report, der in Kooperation mit dem auf Markensicherheit spezialisierten Unternehmens zulu5 erstellt wurde, folgt nun ein umfassender Bericht, für den digitale Werbung der 100 grössten Schweizer Werbeauftraggeber sowie exponierter Branchen hinsichtlich Brand Safety untersucht und analysiert wurde. Unterschieden wird in dem Report in Legal Safety (d.h. Werbeumfelder, die gegen Recht oder Werberichtlinien verstossen) und Brand Suitability, worunter die markenspezifischen Sicherheitsanforderungen zu verstehen sind. Die Crawler von zulu5 durchsuchten im ersten Halbjahr 2020 gemäss einem «outside-in»-Ansatz das Internet und durchkämmten Webseiten, um sie zu auditieren und zu erfassen, welche Anzeigen auf potenziell markenschädlichen Seiten erscheinen. Bei der Analyse zeigte sich, dass zwar durchaus viele Brand Safety-kritische Fälle registriert wurden, jedoch 54% der Marken nicht oder kaum exponiert waren.

Die Betrachtung verschiedener Branchen ergab, dass die Freizeitindustrie (inkl. Gaming) das grösste Risiko dabei aufwiesen, ihre digitale Werbung in markenkritischen Umgebungen zu schalten, gefolgt von Wohltätigkeit und soziale Plattformen, regierungsnahen Organisationen, religiösen/spirituellen Organisationen sowie Ausbildung/Weiterbildung. Generell konnte beobachtet werden, dass Werbetreibende, die angetrieben durch die Möglichkeiten Corona-bedingter Änderungen des Konsumentenverhaltens neu im digitalen Raum Werbung schalteten, einem höheren Risiko ausgesetzt waren in markenkritischen Umgebungen Werbung zu platzieren, als etablierte digitale Werbetreibende.

Grundsätzlich ist festzuhalten, dass es seit 2017 aufgrund internationalen Drucks bei wichtigen Werbeplattformen (u.a. YouTube und Facebook) einige Fortschritte bezüglich der Verringerung der Gefährdung durch nicht markensichere Inhalte gab. Das Thema bleibt jedoch auch in der Schweiz eine ständige Herausforderung, weshalb die Werbeverbände mit der Transparenzinitiative weiterhin regelmässig über die aktuelle Situation in Bezug auf Brand Safety berichten werden. Ziel soll es sein, eine 100-prozentige Brand Safety zu erreichen, was das aktive Zusammenspiel aller beteiligten Akteure erfordert.

Der «Brand Safety Report» sowie das «Whitepaper Brand Safety» stehen unter www.iab-switzerland.ch, www.leadingswissagencies.ch sowie www.swa-asa.ch gratis zum Download zur Verfügung.

Zum direkten Download hier klicken.