Bei der gemeinsamen Transparenzinitiative von IAB Switzerland Association und Schweizer Werbe-Auftraggeberverband (SWA), bei der es um die Transparenz von Sichtbarkeitswerten (Visibility), Invalid Traffic Werten und Brand Safety geht, wurde ein nächster Meilenstein erreicht: die grossen Schweizer Medienhäuser und Vermarkter haben erstmalig ihre Invalid Traffic Werte veröffentlicht. Diese sind mit unter 1,5% sehr tief. Zudem ist mittlerweile auch der Verband Leading Swiss Agencies (LSA) der Initiative beigetreten.

Die Initiative der Verbände IAB Switzerland, SWA und LSA hat zum Ziel, den Marktbedürfnissen in Bezug auf mehr Transparenz in der Digitalwerbung Rechnung zu tragen. In einem ersten Schritt wurde mit den grossen Schweizer Verlagshäusern und Vermarktern die Offenlegung der Visibilitätswerte vereinbart. Nun gibt es einen weiteren Erfolg zu verzeichnen: Die grossen Medienhäusern der Schweiz werden fortan quartalsweise ihre Invalid Traffic Werte publizieren.

Invalid Traffic Erhebung bei grossen Schweizer Verlagen mit erfreulichen Resultaten
Eine Herausforderung der digitalen Werbebranche ist die Identifikation von unerwünschten Werbekontakten. Da diese nicht den Anforderungen der Buchung bzw. Kooperation entsprechen, sind Werbekunden nicht bereit, dafür zu bezahlen. Unterschieden wird zwischen unerwünschten Werbekontakten, die aus krimineller Energie heraus entstehen und daher betrügerisch sind, Sophisticated Invalid Traffic (SIVT), und solchen ohne betrügerische Absicht (z.B. Crawler-Bots wie von Google), auch General Invalid Traffic (GIVT) genannt.
Zur Verhinderung von Invalid Traffic setzen mittlerweile alle namhaften Schweizer Verlage bzw. Vermarkter Ads.txt ein. Die Initiative Ads.txt steht für Authorized Digital Sellers und wurde 2017 vom internationalen IAB Tech Lab lanciert. Mit dieser einfachen, flexiblen und sicheren Methode können Publisher und Distributoren öffentlich erklären, welche Unternehmen sie dazu autorisieren, ihr digitales Inventar zu verkaufen. Eine Liste der Schweizer Unternehmen, die bei dieser Initiative kooperieren, ist auf der Webseite der IAB Switzerland einsehbar unter www.iab-switzerland.ch/standardsundleitfaeden/ads-txt/

Die grossen Schweizer Verlage und wichtigsten Verbände setzen sich für die transparente Veröffentlichung der Invalid Traffic Werte ein
Die folgenden Schweizer Verlage bzw. Vermarkter werden ab dem 3. Quartal 2020 quartalsweise ihre Invalid Traffic Werte veröffentlichen. Die Messung erfolgt mit einem von einer anerkannten Organisation (z.B. Media Rating Council (MRC)) akkreditierten Tool der Publisher und wird durch die drei Verbände geprüft.

Die aktuellen Invalid Traffic Werte betragen:

  • Medienhäuser/Vermarkter
  • Admeira
  • Audienzz
  • Goldbach Audience
  • TX Group
  • Watson
  • Invalid Traffic in %
  • 0.02 %
  • 1.33%
  • 0.70 %
  • 0.83 %
  • 0.17 %
  • Zeitraum
  • Jan-Mrz 2020
  • Jan-Mai 2020
  • Jan-Mai 2020
  • Jan-Mai 2020
  • Jan-Mai 2020
  • Tool
  • Google / Xandr
  • Xandr
  • IAS
  • IAS
  • Google

Die unterschiedlichen Werte sind auch mit den unterschiedlichen Messtools zu erklären, d.h. die Zahlen sind nicht 1:1 miteinander vergleichbar.

Insgesamt sind die Invalid Traffic-Werte bei den grossen Schweizer Publishern erfreulich tief. Es ist daher davon auszugehen, dass es sich hier um nicht-kriminellen General Invalid Traffic (GIVT) handelt, der nie ganz verhindert werden kann.
«Im internationalen Vergleich können wir uns glücklich schätzen, dass die Invalid Traffic Werte bei uns tatsächlich vernachlässigbar tief sind. Vorausgesetzt natürlich, dass der Traffic über vertrauenswürdige Kanäle gebucht wird.», so Catherine Purgly, Geschäftsführerin des LSA.

Roland Ehrler (SWA) ergänzt: «Es ist gut zu wissen, dass die Invalid Traffic Problematik von den Schweizer Publishern ernst genommen wird. Werbeauftraggeber wollen nicht für manipulierte Werbeausspielungen bezahlen!»

In fünf Kategorien vergibt die IAB Switzerland Preise für besondere Leistung im Digital Marketing. Zum Jubiläum wird neu ein «Digital Entrepreneur of the Year» ausgezeichnet. Gekürt wird ausserdem zum zehnten Mal der «Digital Marketer of the Year» und zum vierten Mal die «Digital Agency of the Year». Eine Fachjury wählt aus den nominierten Unternehmen und Agenturen ihre Favoriten aus. Den Rahmen und Zeitpunkt der diesjährigen Award-Verleihung wird IAB Switzerland noch bekanntgeben.

 

«Bereits zum zehnten Mal können wir diesen Preis für herausragende Leistung im Schweizer digitalen Werbemarkt vergeben», freut sich Urs Flückiger, Leiter der Geschäftsstelle der IAB Switzerland. «Für die prämierten Unternehmen, Agenturen und Persönlichkeiten geniesst diese Auszeichnung jeweils einen hohen Stellenwert. Die Liste der Nominierungen war lang und die Fachjury darf nun ihre Favoriten unter den Finalisten küren. Den neuen Award Digital Entrepreneur of the Year haben wir kreiert, um die innovativen Start-up-Unternehmern, die den Digitalmarkt in der Schweiz bereichern, zu würdigen.»

 

Wahlmodus und Nominierungen und 2020

Die Awards werden in den der Kategorien Digital Marketer of the Year, Digital Agency of the Year und neu in der Kategorie Digital Entrepreneur of the Year vergeben. Eine Fachjury, zusammengesetzt aus dem IAB Vorstand und dem IAB Advisory Board sowie Vertretern des Schweizer Werbe-Auftraggeberverbandes (SWA) und von LEADING SWISS AGENCIES (LSA), wählt die Gewinner.

 

Wer hat sich 2020 für den Digital Marketer qualifiziert?

Nominiert wurden Unternehmen, die mit ihren digitalen Werbekampagnen im vergangenen Jahr aufgefallen sind: sowohl die Bandbreite der eingesetzten Massnahmen wie auch die Kreativität spielen eine Rolle bei der Beurteilung. Zu den nominierten Unternehmen für den Digital Marketing Award in der Kategorie «Digital Marketer of the Year» dürfen sich Audi, Emmi, Lidl und Rivella zählen.

 

Welche Agentur darf sich Digital Agency of the Year nennen?

Den Award verdient die Agentur, die über den gesamten Kunden- und Verkaufszyklus digitale Marketing-Massnahmen nachhaltig und strategisch einsetzt, um so den Kunden ein fortschrittliches digitales Markenerlebnis über sämtliche Touchpoints hinweg zu garantieren. Die Jury darf ihre Auswahl aus den folgenden Nominierungen treffen: ads&figures, Farner Consulting, MediaCom und Mediakanzlei.

 

Neuer Award für den «Digital Entrepreneur of the Year»

Die digitale Werbebranche hat viele spannende Jungunternehmen im Technologiebereich hervorgebracht. Die IAB Switzerland möchte diese Initiativen würdigen und verleiht deshalb neu einen Award für eine/n Start-up Unternehmer/in, der/die mit einem digitalen Geschäftsmodell den Markt entwickelt, erweitert oder verändert hat und mit seiner/ihrer Dienstleistung oder Technologie hilft, den digitalen Werbemarkt weiterzuentwickeln. Nominiert für den Award sind: Stephan Frey (attackera), Sam Lutz (drop8) und das Team Ginette Lumbiarres und Alban Grossenbacher (goTom).

 

Weitere Award-Kategorien: Digital Lifetime Award und Digital Newcomer of the Year

Neben den bereits erwähnten Awards verleiht die IAB Switzerland zwei weitere Preise, für die keine allgemeine Nominierung möglich ist. Eine Persönlichkeit, die mit ihrem Schaffen den digitalen Werbemarkt entwickelt und geprägt hat, wird mit dem Lifetime Award geehrt.

Und schliesslich kürt die IAB Switzerland wieder eine/n Digital Newcomer of the Year. Die Person qualifizierte sich durch das beste Resultat bei der Abschlussprüfung des Diplomlehrgangs «Digital Marketing Grundkurs» bei der IAB Academy im vergangenen Jahr.

 

Alle Informationen zum Digital Marketing Award sind der folgenden Webseite verfügbar: www.digital-marketing-award.ch

Die Welt befindet sich im Kommunikationswandel. Die Digitalisierung nimmt immer stärkeren Einfluss auf das Leben. Etablierte Strukturen und Lösungen müssen überdacht werden, besonders im Kommunikationsbereich. Das Weiterbildungsangebot CAS Digital Communication Excellence an der Fachhochschule Graubünden rüstet Führungskräfte für diese digitale Transformation. Nun wurde es – ein Jahr nach seiner Einführung – von der IAB Switzerland Association zertifiziert.

Im Weiterbildungsangebot CAS Digital Communication Excellence lernen die Absolventinnen und Absolventen, die Möglichkeiten der digitalen Transformation als Teil Ihrer Leadership-Strategie gekonnt zu planen, einzusetzen und zu verantworten. Gerademal ein Jahr nach der Einführung des Studienangebots an der FH Graubünden wurde dieses nun von der IAB Switzerland Association als Vertreterin der digitalen Werbebranche in der Schweiz zertifiziert.

«Uns überzeugt das Gesamtprogramm des CAS bezüglich des Aufbaus, der Themenpalette sowie der Kombination aus Theorie und Praxis», sagt Kristina Kaiser, Verantwortliche für Zertifizierungen bei der IAB Switzerland Association. Der Fokus des CAS Digital Communication Excellence liege auf Digitalisierung, Medien, Kommunikation, Marketing und Leadership. «Als Fachverband sind wir bestrebt, dass Fachwissen in diesen Themengebieten entwickelt und gefördert wird.» Die Dozierenden der FH Graubünden bezeichnet der Branchenverband IAB als «ausgewiesene Experten ihres Fachgebiets»

Rückendeckung für eigene Digitalisierungsprojekte
Das Weiterbildungsangebot der FH Graubünden richtet sich an Kommunikatorinnen und Kommunikatoren, Führungskräfte in Unternehmen, Agenturen und Medienhäusern sowie Freelancerinnen und Freelancer, die das Potenzial der digitalen Transformation für ihre Kommunikationsentwicklung voll ausschöpfen wollen. «Gerade diese unterschiedlichen Sichtweisen und der damit verbundene Austausch haben einen zusätzlichen Lerneffekt, machen den Teilnehmenden Mut und geben Rückendeckung für eigene Digitalisierungsprojekte», sagt Studienleiterin Ines Jansky.

Im ersten Jahrgang absolvierten 22 Führungskräfte aus den unterschiedlichsten Bereichen den Lehrgang an der FH Graubünden. «Der CAS Digital Communication Excellence hat mir einen tollen Überblick über die digitalen Möglichkeiten in der Marketing- und Unternehmenskommunikation gegeben», sagt etwa Patrizia Stocker, Communication Manager bei Novartis AG. Durch den Aufbau habe sie aber auch Familie und Beruf sehr gut unter einen Hut bringen können. «Der Lehrgang vermittelt komprimiertes Wissen und Methodenkompetenz für die Herausforderungen der Unternehmenskommunikation in der heutigen Zeit», betont auch Susann Davis von Sonova.

Im Oktober startet der nächste Lehrgang CAS Digital Communication Excellence an der FH Graubünden. In regelmässigen Videokonferenzen stellt Studienleiterin Ines Jansky dabei das Studienangebot vor und beantwortet Fragen.

Weitere Details:

CAS Digital Communication Excellence: fhgr.ch/dce

Die Dienstleistungen im Bereich des Suchmaschinenmarketings sind sehr umfassend, jedoch keinen Standards unterworfen. Der Branchenverband IAB Switzerland möchte deshalb mit zwei neuen Qualitätszertifikaten Anforderungen an Seriosität, Professionalität und Kompetenz einer Agentur definieren. Die Bewertung erfolgt transparent und nach objektiven Kriterien und bietet Auftraggebern eine Hilfestellung bei der Wahl des richtigen Agenturpartners.

Suchmaschinenmarketing spielt bezogen auf das Umsatzvolumen und die Reichweite im Bereich der digitalen Werbung eine wesentliche Rolle. Die angebotenen Dienstleistungen zu Suchmaschinen-Advertising und Suchmaschinenoptimierung sind sowohl vielfältig wie auch komplex und erfordern von Agenturen viel spezifisches Know-how. Der Branchenverband IAB Switzerland hat sich zum Ziel gesetzt, Transparenz in das Themenfeld zu bringen und mit neuen Qualitätszertifikaten für Agenturen einen Standard in Bezug auf die Professionalität zu setzen.

Angeboten werden Qualitätszertifikate für Suchmaschinen-Advertising sowie für Suchmaschinenoptimierung. Voraussetzung für das Antragsverfahren ist die Unterzeichnung eines Code of Conduct. Dabei verpflichtet sich eine Agentur u.a., in der strategischen Beratung und Umsetzung von Massnahmen Transparenz und seriöse Arbeitsweise einzuhalten. Zielsetzung ist es, die Qualität von Agenturdienstleistungen dauerhaft zu sichern sowie eine möglichst hohe Transparenz für Werbetreibende bezüglich der Arbeitsweisen und Methoden der Unterzeichner zu erreichen.

Der Zertifizierungsprozess umfasst ein mehrstufiges Verfahren, in dem die entsprechende Agentur in den Bereichen Arbeitsweise, Kundenzufriedenheit, Erfahrung und Engagement im Markt beurteilt wird. Kooperationspartner für das Qualitätszertifikat ist der deutsche Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V., der die Zertifizierung bereits seit einigen Jahren erfolgreich durchführt und die IAB Switzerland bei der Entwicklung und dem Zertifizierungsprozess unterstützt. Zuständig für die Prüfung bei der IAB Switzerland ist ein unabhängiger Prüfungsausschuss.

Urs Flückiger, Leiter der IAB Geschäftsstelle, ist überzeugt, dass das Zertifikat einen entscheidenden Mehrwert für den digitalen Werbemarkt bietet: «Gemeinsam mit unserem Partner BVDW haben wir viel Arbeit in diese neuen und in der Schweiz einzigartigen Zertifikate investiert. Wir sind jedoch überzeugt, dass diese Produkte Transparenz und Qualität erhöhen und das Vertrauen der Kunden steigern werden

Um die Qualitätszertifikate können sich Agenturen bewerben, die bereits seit zwei Jahren im Markt tätig sind und im jeweiligen Geschäftsbereich ein Umsatzvolumen von mindestens CHF 200’000,- nachweisen können.

Informationen zu dem Zertifizierungsprozess, den Anforderungen sowie den Kosten können unter folgendem Link abgerufen werden: www.iab-switzerland.ch/zertifizierungen

Rückblick auf ein erfolgreiches Jahr. Neuer Präsident gewählt, Vorstand und Advisory Board erweitert.


Bei der erstmalig online durchgeführten Generalversammlung präsentierte der Branchenverband der Schweizer Digitalwerbung IAB Switzerland Association am 19. Mai 2020 neben einem ergebnisreichen Tätigkeitsbericht für 2019 eine positive Abschlussbilanz und mit Martin Radelfinger auch einen neuen Präsidenten.


Roger Baur und David Burst konnten über ein ereignisreiches Jahr 2019 berichten, aus welchem wiederum ein Gewinn resultierte. Dieser basiert vor allem auf Erträgen aus der Academy. Im Jahr 2019 wurden zehn Diplomlehrgänge sowie drei massgeschneiderte Inhouseschulungen durchgeführt. Als Erfolg konnten auch verschiedene IAB-Events wie die Digital Experience Konferenz DEX, der zweite Content Marketing Day oder der ebenfalls zweite Programmatic Day in Lausanne verbucht werden.


Erweiterung des Vorstands
Roger Baur hat sich nach seinem Rücktritt als Geschäftsführer für einen Sitz im IAB-Vorstand zur Verfügung gestellt. Er wurde ohne Gegenstimme gewählt und wird künftig das Ressort Ausbildung übernehmen. Die IAB Switzerland dankt Roger Baur für sein langjähriges und intensives Engagement als Geschäftsführer und freut sich, dass er dieses in anderer Funktion in Zukunft weiterführen wird.


David Burst hat sich entschieden, von seinem Amt als Präsident zurückzutreten und sich künftig auf seine Tätigkeiten im IAB-Vorstand (Ressort Kommunikation und Events) zu fokussieren. Die IAB Switzerland dankt auch ihm für sein vierjähriges Engagement als Präsident.


Neuer IAB Switzerland Präsident
Neu in den Vorstand und zum neuen Präsidenten wird Martin Radelfinger (Goldbach Group AG) gewählt. Der Verwaltungsratspräsident der Dreifive AG war bereits 1998 für die Gründung des europäischen Dachverbandes, IAB Europe, mitverantwortlich. Sein umfangreiches Netzwerk im schweizerischen und internationalen digitalen Werbemarkt sucht seinesgleichen.


Der frisch gewählte Präsident mit einer ersten Reaktion: „Als wir 1997 das IAB von New York via London nach Europa brachten, hatte ich keine Vorstellung davon welch wichtige Rolle dieser Verband in der Entwicklung der Digitalwerbung in Europa und namentlich auch in der Schweiz spielen würde. Jetzt von meinen langjährigen Berufskollegen und Kolleginnen für diese Funktion nominiert zu werden ist eine grosse Ehre. Etwas emotionaler formuliert, ist es wohl das Highlight meines beruflichen Werdegangs. Ich werde alles daran setzen, gemeinsam mit dem kollektiven Know-how des Vorstands und Advisory-Boards, die digitale Werbebranche in der Schweiz weiter zu entwickeln und das mir entgegengebrachte Vertrauen zu würdigen.


Die IAB Switzerland gratuliert Martin Radelfinger zur Wahl und freut sich auf die künftige Zusammenarbeit mit ihm. Dem IAB Switzerland Vorstand gehören somit ab der Generalversammlung 2019 sieben Personen an.


Veränderungen im Advisory Board
Aufgrund der engen Zusammenarbeit mit dem Schweizer Werbe-Auftraggeberverband SWA, dem Agenturverband Leading Swiss Agencies und der Interessengemeinschaft elektronische Medien IGEM
werden künftig deren Geschäftsführer Roland Ehrler (SWA), Catherine Purgly (LSA) sowie Siri Fischer (IGEM) Einsitz im Advisory Board der IAB Switzerland nehmen. Sie erhalten damit eine beratende Funktion. Das Advisory Board setzt sich somit künftig aus 14 Mitgliedern zusammen. Auch hier gratuliert die IAB Switzerland den neu gewählten Mitgliedern.


Neuer Geschäftsstellenleiter
Veränderungen gibt es auch in der Geschäftsstelle der IAB Switzerland. Urs Flückiger (Mediamint GmbH) hat bereits im April die Leitung der Geschäftsstelle zusätzlich zu seinem Sitz im Vorstand übernommen und verantwortet damit die laufenden Geschäfte.


Ziele für das Geschäftsjahr 2020
Ein Kernziel ist die Etablierung der Transparenzinitiative, welche die IAB Switzerland gemeinsam mit dem SWA und dem LSA vorantreibt. Daneben steht das Thema Datenschutz im Fokus. Hier arbeitet die IAB eng mit den europäischen Partnern zusammen. Schliesslich wird das Thema «Standards im digitalen Werbemarkt der Schweiz“ vorangetrieben. Darunter fallen auch Qualitätszertifikate für Agenturen, die im Bereich Digital Marketing tätig sind. Jeweils ein Zertifikat für SEO und SEA gehören zu den ersten, welche im 2. Quartal 2020 im Schweizer Markt angeboten werden. Auch die Thematik 3rd Party Cookies wird die IAB im laufenden Jahr beschäftigen.


Bei der Academy wird das Programm, das aus den Diplomlehrgängen in der Grund- und Aufbaustufe sowie aus verschiedenen Spezialkursen besteht, vorübergehend online weitergeführt.

Ende vergangenen Jahres wurde der Schulterschluss zwischen IAB Switzerland und dem Werbe-Auftraggeberverband SWA bezüglich einer Transparenzinitiative im digitalen Werbemarkt bekannt gegeben. Im zweiten Schritt werden nun erstmals die Sichtbarkeitsraten der digitalen Werbeeinblendungen des ersten Quartals 2020 veröffentlicht.

Die Sichtbarkeit von Werbemitteln führt regelmässig zu Diskussionen zwischen Werbeauftraggebern, Agenturen und Publishern. Problematisch sind insbesondere unterschiedliche Messmethoden, die die Zahlen jeweils verändern und somit wenig Transparenz und Vergleichbarkeit bieten. Die Schweizer Verbände haben deshalb gemeinsam mit den Medienhäusern und Vermarktern beschlossen, die Transparenz im Prozess zu erhöhen und ab diesem Jahr die Visibilitätswerte für sämtliche Werbemittel zu publizieren. Als Standard für die Messung gilt der 50/1-Wert der internationalen IAB, d.h. 50% des Werbemittels müssen für mindestens eine Sekunde im sichtbaren Bereich liegen.

Wie angekündigt, geben Admeira, Goldbach/TX Markets, Audienzz, Romandie Network und watson nun erstmals die Sichtbarkeitswerte der Werbeeinblendungen für das erste Quartal 2020 bekannt:

  • Die Sichtbarkeit erreicht bei den Desktop-Display-Werbeeinblendungen durchschnittlich einen Wert von 71.1%.
  • Im Bereich der Mobile-Display-Werbeeinblendungen liegt der Durchschnittswert bei 61.2%.
  • Gesamthaft erreicht die Visibilität der eingeblendeten Werbemittel im ersten Quartal einen Wert von 65.1%.

Die Messung basiert auf 4.4 Mrd. Adimpressions und wurde mit folgenden Tools vorgenommen:

  • Admeira: Xandr und Google Ad Manager
  • Goldbach / TX Markets: Integral Ad Science (IAS) und Google Ad Manager
  • Audienzz: Xandr
  • Romandie Network: Smart Adserver
  • watson: Google Ad Manager

Roland Ehrler, Direktor des SWA, zeigt sich mit den Zahlen zufrieden: «Es ist wichtig, dass wir jetzt eine regelmässige «Puls-Messung» haben und – wie in anderen Ländern bereits üblich – nun quartalsweise sehen, wie sich die Sichtbarkeitsraten entwickeln, wobei die klare Erwartung ist, dass sich diese sukzessive weiter verbessern. Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern liegen wir im Q1 leicht über dem Durchschnitt. Wir sehen aber auch, dass ein Land wie Österreich noch 14% höhere Sichtbarkeitsraten erzielt.»

Die Publikation erfolgt künftig quartalsweise. Es wird sicherlich interessant zu beobachten, welche Entwicklung die Zahlen im nächsten Quartal unter dem Einfluss der Corona-Krise nehmen werden.

Facebook, Google Schweiz, localsearch (Swisscom Directories AG) und der Branchenverband IAB Switzerland rufen die Initiative «KMU Digital» ins Leben. Das Gemeinschaftsprojekt will den Schweizer KMU dabei helfen, die Möglichkeiten des digitalen Marketings besser zu verstehen und es für das eigene Geschäft optimal zu nutzen. Startschuss für «KMU Digital» ist eine Webinarreihe am 22. und 23. April 2020. Sie dreht sich aus aktuellem Anlass um Fragestellungen rund um das digitale Marketing in Krisenzeiten.

In der aktuellen Situation zeigt sich auf dramatische Art, wie wichtig für Unternehmen, ob gross oder klein, ein Mindestmass an digitaler Fitness für den Firmenerfolg ist. Verschiedene Studien zeigen jedoch, dass viele Schweizer KMU die Digitalisierung vernachlässigen und die daraus entstehenden Folgen für das eigene Unternehmen unterschätzen.
Mit Facebook, Google Schweiz, localsearch und dem Branchenverband IAB Switzerland, haben sich nun vier auf digitales Marketing spezialisierte Unternehmen zusammengeschlossen, um die Weiterbildungsinitiative «KMU Digital» ins Leben zu rufen. Lanciert wird das Gemeinschaftsprojekt mit zwei Webinars am 22. und 23. April 2020.
Im Rahmen von «KMU Digital» werden Experten von Facebook, Google Schweiz, localsearch und IAB Switzerland wichtige Aspekte zum Thema digitales Marketing für Kleinbetriebe beleuchten und dem KMU-Publikum neue Impulse für den Erfolg in der digitalen Welt vermitteln. In den zwei Webinars, die eine thematische Einheit bilden, wird Schweizer KMU ein solider Überblick über strategische und taktische Möglichkeiten im Zusammenhang mit der Digitalisierung gegeben. Neben einer Einführung in die digitalen Werbemöglichkeiten in der Schweiz erhalten die Teilnehmer ausserdem praktische Anleitungen für erste Digitalisierungsschritte, zur Funktionsweise der Firmenplattform Google My Business sowie zu einer optimalen Onlinepräsenz mit Facebook.
Nach den beiden ersten Webinars sind für die zweiten Jahreshälfte Live-Events an verschiedenen Orten in der Schweiz geplant.


Weitere Information zu KMU Digital sind erhältlich unter: https://www.localsearch.ch/gdn/kmu-digital


Die Anmeldung zu den kostenfreien Webinars ist über folgende Links möglich:


Tag 1 – 22. April 2020, von 9.00 – 11.00 Uhr: Zur Anmeldung
Tag 2 – 23. April 2020, von 9.00 – 11.00 Uhr: Zur Anmeldung

Der Verband der digitalen Werbebranche IAB Switzerland sieht in der allgemein schwierigen Situation ein grosses Potential für die persönliche Weiterbildung in den digitalen Themen. Um möglichst vielen Personen die Chance zu geben, sich besser für die Digitalwirtschaft zu qualifizieren, hat die IAB Academy ihr Programm kurzfristig zu Webinaren umgebaut.

Die aktuelle Krise kennt einen Gewinner: die Digitalisierung hat in vielen Bereichen Einzug gehalten, die bisher noch vorwiegend anlog dominiert waren. Neben Schulen sind nun auch zahlreiche Unternehmen insbesondere im Bereich der KMU innerhalb kürzester Zeit gefordert, ihr Geschäftsmodell zu digitalisieren und sich besser für die digitale Zukunft zu rüsten. Da für eine erfolgreiche digitale Transformation jedoch viel Spezialwissen erforderlich ist, um die richtige Strategie zu entwickeln, eine gute Website aufzubauen oder sinnvolle digitale Vertriebs- und Werbekanäle für sein Unternehmen zu wählen, ist es wichtig und hilfreich, sich per gezielter Weiterbildung in die Themen einzuarbeiten.

Der Branchenverband IAB Switzerland hat sich seit seiner Gründung darauf fokussiert, den digitalen Werbemarkt in der Schweiz mit Hilfe von Grundausbildung weiterzuentwickeln. Zur Realisierung des Ziels wurde mit Hilfe von Partnerunternehmen die IAB Academy ins Leben gerufen, um eine neutrale Plattform für Wissensvermittlung im Digital Marketing anbieten zu können. Das Konzept ist in der Schweiz seit Jahren erfolgreich und wurde mittlerweile von den Partnerverbänden in Deutschland (BVDW) und Österreich (iab austria) adaptiert, so dass seit diesem Jahr die Grundausbildung mit einem DACH-Diplom abschliesst.

IAB Academy goes online

Nun ist die IAB Academy einen nächsten wichtigen Schritt gegangen und bietet in der Krisensituation ihr Kursangebot online an. Die Resonanz von bisherigen Teilnehmern ist äusserst positiv, so dass das Projekt vorerst bis Juni fortgesetzt wird. Die ursprünglich eintägigen Kurse werden auf Halbtage aufgeteilt, so dass sich die Kursmodule gut mit der Arbeitszeit kombinieren lassen. Auf dem Programm stehen ein «Intensivtraining Programmatic Advertising und Data Targeting für Media Buyer» mit Start am 5. Mai, ein «Diplomlehrgang Grundkurs DACH», der am 7. Mai beginnt sowie ein «Crashkurs für Führungskräfte» (ab 9. Juni). Aufgrund der speziellen Situation sind sämtliche Online-Kurse zu Spezialpreisen ausgeschrieben.

Neben dem Kursprogramm besteht auch die Möglichkeit, Inhouseschulungen für Unternehmen zu planen. Dies ermöglicht eine bessere Berücksichtigung von individuellen Ausbildungswünschen, um ganze Abteilungen auf den gleichen Wissensstand zu bringen.

Weitere Informationen und Anmeldung sind unter www.iab-academy.ch abrufbar.

Digital Video geniesst eine hohe Verbraucherakzeptanz und wird gemäss Prognosen 2020 einen grösseren Anteil am Marketingmix haben. Insbesondere im Bereich Mobile Video steigen die Werbeausgaben wie auch die Nutzerzahlen weiterhin an. Dennoch herrscht zum Teil Unsicherheit bezüglich den KPIs und Standards im Bereich Digital Video Ads. Dies hat die Fokusgruppe Bewegtbild des Branchenverbands IAB Switzerland zum Anlass genommen, um mit zwei Publikationen einen Rahmen zu stecken und Hintergrundinformationen zu bieten.

Mit dem «Leitfaden zur Messung der Werbewirkung und des Werbeerfolgs von Online Video Ads» stellt die IAB Switzerland ein Hilfsmittel zur Verfügung, das die spezifischen Anforderungen der Online Video Werbung berücksichtigt und mögliche Methoden und Vorgehensweisen bei der Messung aufzeigt. Als zweite Publikation gibt die Fokusgruppe Bewegtbild der IAB Switzerland eine Übersicht heraus, in der die «Digital Video Ad-Serving Standards VAST & VPAID» für den Schweizer Markt erläutert werden. Patrik Hämmerli, Leiter der Fokusgruppe betont, dass gerade diese zwei Themen immer wieder Diskussions- und Gesprächsstoff bieten, weshalb der Branchenverband die Notwendigkeit für eine einheitliche Vorgehensweise aufzeigen möchte. Als nächstes wird sich die Fokusgruppe der IAB mit dem Thema DAI (Dynamic Ad-Insertion) befassen und auch dazu die Erkenntnisse für den Schweizer Markt erläutern. Weiterhin stehen die Themen Viewability-Messung, Video Ad-Experience und Pricing auf der Agenda.

Der Leitfaden kann unter contact@iab-switzerland.ch bezogen werden (für Nicht-Mitglieder der IAB Switzerland gegen eine Schutzgebühr von CHF 35,-). Die Digital Video Ad Serving Standards sind unter https://www.iab-switzerland.ch/standardsundleitfaeden abrufbar.

Im Rahmen der gemeinsamen Transparenzinitiative der beiden Werbeverbände IAB Switzerland Association und Schweizer Werbe-Auftraggeberverband (SWA) erscheint ein Whitepaper, das die Problematik der unerwünschten Werbekontakte beleuchtet.

Das Papier bietet Aufklärung zu den am Markt gängigen Metriken, Definitionen für eine Standardisierung der Reportings und somit eine Grundlage für eine Zertifizierung der Systeme.

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