Die Internetnutzung dominiert, mehr als die Nutzung anderer Medien, unseren Alltag. Denn sie ist flexibler, dynamischer und lässt sich einfacher an individuelle Bedürfnisse anpassen. Über Smartphones und andere mobile Endgeräte nimmt der mobile Internetkonsum weiter zu. Die ständig steigende Leistungsfähigkeit von Smartphones fördert die orts- und standortungebundene Erreichbarkeit zahlloser Online-Services. Das Mobiltelefon wird von rund 70 Prozent der Internet-Nutzer im DACH-Raum für Onlinesurfen verwendet.  Smart-TV und Wearables liegen zwar noch auf deutlich niedrigeren Niveaus, zeigen mit hohen Nutzungszuwächsen gegenüber dem Vorjahr aber Potenzial. Diese und weitere Mediennutzungsentwicklungen werden in einer soeben veröffentlichten Gemeinschaftsstudie für die DACH-Region vom deutschen Bundesverband Digitale Wirtschaft, dem iab austria und der IAB Switzerland vorgestellt. Sie ist ab sofort bei der IAB Switzerland zu beziehen.

 

Mobile Geräte bei der Mediennutzung auf dem Vormarsch

Bei der «Medien- und Parallelnutzung» zeigt sich, dass das Smartphone präsent ist wie noch nie: die Smartphone-Nutzung hat den Desktop noch nicht eingeholt, ist seit 2014 aber ebenso wie die Tablet-Nutzung massiv angestiegen und beträgt 72 Prozent, d.h. ¾ aller Schweizer surfen mobil. Bei der Nutzungsdauer des Smartphones liegen die Schweizer im Ländervergleich an der Spitze. Auch in punkto Parallelnutzung von Medien (insbesondere mit TV) sind die Schweizer führend.

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Instant Messaging gewinnt bei der Internetnutzung zunehmend an Bedeutung

Die Nutzung von Shoppingseiten, Search, Wetterinformationen, Navigationsseiten und Videos sind in den letzten 3 Jahren vergleichsweise konstant hoch geblieben. Gestiegen ist bei den Internet-Aktivitäten in der Schweiz insbesondere der Anteil der Instant-Messaging-Nutzung auf mittlerweile 62 Prozent.

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Daneben hat der Konsum von Bewegtbild auf dem Smartphone in der Schweiz deutlich zugenommen und ist fast gleichauf mit dem Desktop. Von den Nutzern geben 15 Prozent an, mindestens einmal wöchentlich Videos auf dem Smartphone zu sehen, wobei Videos auf YouTube oder Kurzvideos in sozialen Netzwerken in der Beliebtheit an der Spitze stehen. Die Livestream-Nutzung bewegt sich dagegen noch im einstelligen Bereich.

In den sozialen Netzwerken geben knapp 50 Prozent der Nutzer an, sich im Netzwerk über Produkte zu informieren. Die Nutzungszeit in den sozialen Netzwerken sowie auf Video-Portalen ist abends und im Ländervergleich in der Schweiz am Höchsten, der Nachrichtenkonsum fällt deutlich geringer aus.

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Fitnesstracker und Smartwatches Sieger unter den Wearables

Die Wearable Technologie legt zu, was an der gewonnenen Bekanntheit von Smartwatches und Fitnesstrackern zu sehen ist. Unter den Wearables rangieren in der Schweiz bei der Bekanntheit die Smartwatches vor Fitnesstrackern und Datenbrillen – allerdings sind nur 8 bis 10 Prozent im Besitz der Geräte. Datenbrillen sind dagegen quasi nicht verbreitet. Knapp 40 Prozent geben an, sich den Kauf einer Smartwatch oder eines Fitnesstrackers vorstellen zu können – dabei steht das Interesse an Informationenbeschaffung, der Instant-Newsempfang sowie die Steigerung der Fitness bei den Schweizern im Vordergrund.

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Verknüpfte Anwendungen wie Smarthomes und Connected Cars sind in der Schweiz im Vergleich zu den anderen Ländern weniger bekannt, wobei sich die aktive Nutzung in allen 3 Ländern im einstelligen Bereich bewegt. Ferngesteuerte Heizungen, intelligente Energieverbrauchssteuerung sowie die Übermittlung von Diagnose-Daten beim Fahrzeug werden als besondere Vorteile verknüpfter Anwendungen hervorgehoben. Der hohe Preis sowie die mangelnde Bekanntheit sind dagegen häufige Gründe für die geringe Nutzung.

 

E- und M-Commerce werden von Reisen und Kleidung beherrscht

Bei der stationären Suche recherchieren Schweizerinnen und Schweizer vor allem Urlaub und Reisetickets online. Erst an dritter Stelle folgt Kleidung und mit ein wenig Abstand Unterhaltungselektronik sowie Computerzubehör. Die Reihenfolge sieht bei der mobilen Suche etwas anders aus: hier steht Musik an erster Stelle, gefolgt von Urlaub und Kleidung. Ein wenig verändert präsentiert sich die Situation im Bereich E- und M-Commerce: Reisetickets führen den Onlinekauf an, gefolgt von Kleidung, Urlaub und Veranstaltungstickets. Im Ländervergleich ist die Schweiz beim mobilen Einkauf leicht führend, liegt im gesamten Online-Shopping jedoch hinter den beiden Nachbarländern.

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Beim Thema «mobile Payment» sind in der Schweiz Bezahl-Apps deutlich bekannter als Near Field Communication. Auch bei der Nutzung von Location Based Services ist die Schweiz leicht führend, insbesondere bei der Ortsbestimmung in der Umgebung und der Suche nach Empfehlungen/Bewertungen.

 

Marken in den Social Networks

Über ein Drittel aller Schweizer Online-Nutzer besucht Websites ihrer Lieblingsmarken. Standortbasierte Gutscheine wecken zudem ein überdurchschnittliches Interesse in der Markenkommunikation. Auch treten im Ländervergleich mehr Schweizerinnen und Schweizer mit den Marken über soziale Netzwerke in Kontakt oder laden eine App der Marke herunter.

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Zur DACH Mediennutzungsstudie 2016

Die Forschungsagentur d.core in München befragte für die dritte Gemeinschaftsstudie des BVDW, iab austria und IAB Switzerland insgesamt 3.004 Internet-Nutzer in Deutschland (1.000), in Österreich (1.009) und der Schweiz (995) in der Zeit von 18. Mai bis 2. Juni 2016. Die Stichprobe wurde online-repräsentativ nach Alter und Geschlecht aus Internet-Nutzern im Alter von 16 bis 69 Jahren ausgewählt. Es wurden Soziodemografie, allgemeine Mediennutzung, die Internet-Nutzung im Besonderen, E- und M-Commerce-Verhalten, Marken-Rezeption abgefragt. Und das Interesse an Wearables sowie verknüpfte Anwendungen eruiert. Die Detailergebnisse sind über ein kostenpflichtiges Dashboard einseh- und exportierbar. Nähere Auskünfte erhalten Sie unter contact@iab-switzerland.ch.

 

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